Die Nachfrage nach Graphitelektroden dürfte sich bald erholen.

Seit den Feiertagen zum Frühlingsfest hat die Auslastung der Elektrolichtbogenöfen in Stahlwerken zugenommen, und die Nachfrage nach Graphitelektroden ist leicht gestiegen. Betrachtet man jedoch die Gesamtmarktlage und berücksichtigt die vor- und nachgelagerten Faktoren, wird die Erholung des Graphitelektrodenmarktes noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

In der ersten Februarhälfte setzte sich der Abwärtstrend bei den Marktpreisen für Graphitelektroden fort und bewegte sich um 500 Yuan/Tonne. Im ersten Halbjahr lag der Durchschnittspreis für ultrahochfeste 600-mm-Elektroden bei 25.250 Yuan/Tonne, für Hochleistungs-500-mm-Elektroden bei 21.250 Yuan/Tonne und für Standard-500-mm-Elektroden bei 18.750 Yuan/Tonne. Der Markt für Graphitelektroden war von einem schwachen Angebot und einer geringen Nachfrage geprägt. Elektrodenhersteller nutzten die Feiertage, um ihre Lagerbestände zu reduzieren und Preisnachlässe zu gewähren.

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Seit Februar sind die Kosten für Hochleistungsgraphitelektroden leicht gesunken. Dies ist hauptsächlich auf den um 200 Yuan/Tonne gesunkenen Marktpreis für Nadelkoks zurückzuführen. Ölkoks liegt derzeit zwischen 10.000 und 11.000 Yuan/Tonne, Steinkohlenkoks zwischen 10.500 und 12.000 Yuan/Tonne. Durch die gesunkenen Rohstoffpreise ist der Produktionsgewinn für Hochleistungsgraphitelektroden von 149 Yuan/Tonne im Januar auf lediglich 102 Yuan/Tonne gefallen. Dieser geringe Gewinn reicht nicht aus, um die Elektrodenhersteller zu einer deutlichen Produktionssteigerung zu bewegen. Die Gesamtauslastung der Graphitelektrodenproduktion blieb daher von Januar bis Februar mit 26,5 % auf einem niedrigen Niveau.

Rund um das Frühlingsfest kommt der Stahlmarkt zum Erliegen. Die nachgelagerten Betriebe ruhen aufgrund der Feiertage, wodurch die Gesamtnachfrage nach Rohstoffen deutlich sinkt. Gleichzeitig verringern sich die Stahlschrottressourcen, und die unabhängigen Elektroofenanlagen stellen planmäßig ihre Wartungsarbeiten ein. Die Auslastung der Elektroofenanlagen fällt auf einstellige Werte von 5,6 % bis 7,8 %, wodurch die Nachfrage nach Graphitelektroden schwach ist. In der Woche vom 10. Februar nahmen die Elektroofenanlagen nach und nach den Betrieb wieder auf oder steigerten die Produktion, sodass die Auslastung der Elektroöfen auf 31,31 % anstieg. Das aktuelle Auslastungsniveau liegt jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt und kann die Nachfrage nach Graphitelektroden nicht wesentlich ankurbeln.

Im Jahr 2023, vor dem Hintergrund des Klimaschutzziels „Kohlenstoffminimum“, wird der Anteil der Kurzprozessstahlherstellung im Elektroofen noch steigen können. Das makroökonomische Umfeld im In- und Ausland wird sich verbessern. Die Eisen- und Stahlindustrie ist ein wichtiger Grundstoff der Volkswirtschaft. Das Land hat sich klar positioniert und misst dem Infrastrukturausbau eine zentrale Rolle als Motor und Stütze der Wirtschaft bei. Auf einem entsprechenden Treffen wurde betont, dass die Umsetzung der Großprojekte des 14. Fünfjahresplans beschleunigt und die Infrastrukturverbindungen zwischen den Regionen gestärkt werden sollen. Obwohl das Immobilienwachstum wohl nicht mehr an das rasante Wachstum vergangener Zeiten anknüpfen wird, ist eine Bodenbildung im Jahr 2023 absehbar. Der Markt für Graphitelektroden zeigte sich im ersten Quartal verhalten. Der Gesamtmarkt wird die Erholung der nachgelagerten Stahlindustrie im zweiten und dritten Quartal abwarten. Die Anpassung der Politik und der wirtschaftliche Aufschwung nach der Pandemie dürften dem Markt für Graphitelektroden neue positive Nachrichten bringen.

 

 


Veröffentlichungsdatum: 17. Februar 2023