Wie lassen sich Elektrodendruck und -verbrauch steuern?

Im Normalbetrieb des Calciumcarbid-Ofens herrscht ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Sintergeschwindigkeit und Elektrodenverbrauch. Die wissenschaftliche und rationale Steuerung dieses Verhältnisses von Elektrodendruckentladung und -verbrauch ist der Schlüssel zur grundlegenden Vermeidung von Elektrodenstörungen, zur Steigerung der Ofeneffizienz und zur Reduzierung des Materialverbrauchs und damit zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.

(1) Messen Sie die Elektroden täglich und achten Sie dabei besonders auf die Röstung der Dreiphasenelektroden. Im Normalfall beträgt der Abstand des unteren Rings ca. 300 mm, die Lichtbogenplatte und die Rippenplatte des Elektrodenzylinders sollten intakt sein und die Elektrode eine gräulich-weiße oder dunkle, aber keine rote Farbe aufweisen. Sind die Lichtbogenplatte und die Rippenplatte des Elektrodenzylinders unterhalb des unteren Rings stark verbrannt und die Elektrode hellweiß oder rot, deutet dies auf eine Überhitzung hin. Tritt schwarzer Rauch auf, ist die Elektrode nicht ausreichend geröstet und weich. Durch Beobachtung dieser Phänomene lassen sich angemessene Zeitintervalle für das Anpressen und Entladen der Elektrode sowie eine Stromregelung festlegen, um Elektrodenschäden zu vermeiden.

(2) Im Normalbetrieb wird der Elektrodenstrom innerhalb der prozessvorgaben festgelegten Grenzen geregelt, um die Elektrodenlänge zu gewährleisten. Bei Volllastbetrieb des Elektroofens beträgt die Eindringtiefe der Elektrode in die Materialschicht in der Regel das 0,9- bis 11-fache ihres Durchmessers. Der Druckausgleich erfolgt bedarfsgerecht. Die Qualität der Rohstoffe wird vom Lieferanten bis zum Ofen überwacht, und es wird sichergestellt, dass alle Parameter der in den Ofen einlaufenden Rohstoffe den Prozessvorgaben entsprechen. Auch die Trocknung der Kohlenstoffmaterialien muss den Prozessvorgaben genügen, und die Rohstoffe werden gesiebt, um das Pulver zu entfernen.

(3) Das Andrücken und Entladen der Elektrode sollte regelmäßig erfolgen (weniger als etwa 20 mm, um den Verbrauch auszugleichen). Die Zeitintervalle für das Andrücken und Entladen der Elektrode sollten gleichmäßig sein. Übermäßiges Andrücken und Entladen innerhalb kurzer Zeit sollte vermieden werden, da dies die etablierte Temperaturzone beeinträchtigt und zu Elektrodenschäden führen kann. Wenn eine große Druckentlastung erforderlich ist, sollte der Elektrodenstrom reduziert und nach Wiederherstellung der Temperaturzone schrittweise erhöht werden.

(4) Ist die Elektrode einer bestimmten Phase zu kurz, sollte das Zeitintervall für das Drücken und Entladen der Elektrode jeweils verkürzt werden; der Strom der Elektrode dieser Phase sollte entsprechend erhöht und die Arbeit der Elektrode dieser Phase reduziert werden, um den Verbrauch der Elektrode dieser Phase zu verringern; die Menge des Reduktionsmittels für die Elektrode dieser Phase; ist die Elektrode zu kurz, muss die untere Elektrode zum Röstvorgang der Elektrode verwendet werden.

(5) Ist die Elektrode einer bestimmten Phase zu lang, sollte das Zeitintervall für das Andrücken und Loslassen der Elektrode dieser Phase verlängert werden. Sofern die Eindringtiefe der Elektrode in den Ofen den Prozessanforderungen entspricht, sollte die Elektrode angehoben, der Betriebsstrom der Elektrode dieser Phase reduziert und der Betriebsstrom der Elektrode dieser Phase erhöht werden. Arbeit und Verbrauch sind entsprechend den Ofenbedingungen anzupassen: Das Verhältnis des Reduktionsmittels für die Elektrode dieser Phase ist entsprechend zu reduzieren; die Anzahl der Durchgänge der Elektrode dieser Phase zum Ofenauslass ist zu erhöhen; die Kühlung der Elektrode dieser Phase ist zu verbessern.

(6) Nach dem Absenken des Sinterbereichs ist der Press- und Entladevorgang einzustellen. Ebenso ist das Pressen und Entladen der Elektroden bei Trockenbrennen oder offenem Lichtbogen zu unterlassen. Materialmangel sowie das Pressen und Entladen der Elektroden in Phasen, in denen das Material zu versagen droht, sind zu vermeiden. Vor Ort muss eine Person das Pressen und Entladen der Elektroden überwachen. Dabei ist zu prüfen, ob Druck und Entladung der Dreiphasenelektroden normal sind und ob das Entladungsvolumen den Anforderungen entspricht. Bei unzureichendem Entladungsvolumen oder Elektrodenrutschen ist die Ursache zu ermitteln und zu beheben.


Veröffentlichungsdatum: 07.01.2023