Analyse der Import- und Exportdaten für Nadelkoks im Jahr 2022

Von Januar bis Dezember 2022 beliefen sich die Gesamtimporte von Nadelkoks auf 186.000 Tonnen, ein Rückgang von 16,89 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtexportmenge betrug 54.200 Tonnen, ein Anstieg von 146 % gegenüber dem Vorjahr. Die Importe von Nadelkoks wiesen nur geringe Schwankungen auf, die Exportleistung war jedoch herausragend.

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Quelle: Chinesischer Zoll

Im Dezember beliefen sich die Nadelkoksimporte meines Landes auf insgesamt 17.500 Tonnen, ein Anstieg von 12,9 % gegenüber dem Vormonat. Davon entfielen 10.700 Tonnen auf kohlebasierten Nadelkoks, ein Plus von 3,88 % gegenüber dem Vormonat. Die Importmenge von ölbasiertem Nadelkoks betrug 6.800 Tonnen, ein Anstieg von 30,77 % gegenüber dem Vormonat. Betrachtet man die Monate des Jahres, so war das Importvolumen im Februar mit 7.000 Tonnen am niedrigsten. Dies entspricht 5,97 % des Importvolumens für 2022. Hauptgrund hierfür war die schwache Inlandsnachfrage im Februar. Gleichzeitig führte die Inbetriebnahme neuer Unternehmen zu einem Anstieg des inländischen Nadelkoksangebots und einer damit einhergehenden geringeren Anzahl an Importen. Das höchste Importvolumen wurde im Mai mit 2,89 Tonnen verzeichnet, was 24,66 % des Gesamtimportvolumens für 2022 entspricht. Hauptsächlich aufgrund des deutlichen Anstiegs der Nachfrage nach Graphitelektroden für nachgelagerte Anwendungen im Mai, der erhöhten Nachfrage nach Importen von Kochkoks und des hohen Preises für inländischen Nadelkoks, wodurch zusätzliche Importe erforderlich wurden. Insgesamt ging das Importvolumen im zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr zurück, was eng mit der schwachen Nachfrage in nachgelagerten Bereichen im zweiten Halbjahr zusammenhängt.

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Quelle: Chinesischer Zoll

Aus Sicht der Importländer stammen die meisten Nadelkoksimporte aus Großbritannien, Südkorea, Japan und den USA. Großbritannien ist mit einem Importvolumen von 75.500 Tonnen im Jahr 2022 der wichtigste Importeur, wobei es sich hauptsächlich um Nadelkoks auf Erdölbasis handelt. Südkorea folgt mit 52.900 Tonnen, und Japan belegt mit 41.900 Tonnen den dritten Platz. Japan und Südkorea importieren vorwiegend Nadelkoks auf Kohlebasis.

Es ist bemerkenswert, dass sich das Importmuster für Nadelkoks in den zwei Monaten von November bis Dezember verändert hat. Großbritannien ist nicht mehr der größte Importeur von Nadelkoks, sondern wurde von Japan und Südkorea überholt. Hauptgrund dafür ist, dass nachgelagerte Unternehmen Kosten sparen und daher eher zu günstigeren Nadelkoksprodukten greifen.

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Quelle: Chinesischer Zoll

Im Dezember belief sich das Exportvolumen von Nadelkoks auf 1.500 Tonnen, ein Rückgang von 53 % gegenüber dem Vormonat. Für 2022 wird Chinas Nadelkoks-Exportvolumen auf insgesamt 54.200 Tonnen steigen, ein Plus von 146 % gegenüber dem Vorjahr. Der Export von Nadelkoks erreichte damit den höchsten Stand seit fünf Jahren, vor allem aufgrund der gestiegenen Inlandsproduktion und der erhöhten Exportkapazitäten. Betrachtet man die einzelnen Monate des Jahres, so markiert der Dezember den Tiefpunkt beim Exportvolumen. Dies ist hauptsächlich auf den stärkeren Abwärtsdruck der Weltwirtschaft, den Abschwung in der Stahlindustrie und die sinkende Nachfrage nach Nadelkoks zurückzuführen. Im August wurde mit 10.900 Tonnen das höchste monatliche Exportvolumen von Nadelkoks verzeichnet. Dies ist vor allem auf die schwache Inlandsnachfrage zurückzuführen, während gleichzeitig Exportnachfrage im Ausland, insbesondere nach Russland, bestand.

Es wird erwartet, dass die inländische Nadelkoksproduktion im Jahr 2023 weiter steigen wird, wodurch die Nachfrage nach Nadelkoksimporten teilweise sinken wird. Das Importvolumen von Nadelkoks dürfte sich voraussichtlich stabil bei 150.000 bis 200.000 Tonnen einpendeln. Die Exportmenge von Nadelkoks wird in diesem Jahr voraussichtlich weiter zunehmen und 60.000 bis 70.000 Tonnen erreichen.


Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2024